Piaggio

Scooter Hersteller Piaggio
Piaggio & C. S.p.A., aus dem Ort Pontedera bei Pisa in Italien, wurde von Rinaldo Piaggio im Jahre 1884 gegründet und beschäftigte sich zunächst hauptsächlich mit dem Bootsausbau und dem Ausbau von Eisenbahnwaggons, später dann mit Flugzeugen. Die reiche Firmenhistorie Piaggios drohte nach dem II. Weltkriege zu enden, als das Flugzeugwerk Piaggio völlig zerbombt nach neuen Tätigkeitsbereichen suchte. Der Genialität des Flugzeugkonstrukteurs Corradino D’Ascanio verdankt die Welt das Rollerphänomen und Piaggio das schiere Überleben. Dieser Corradino D’Ascanio hatte damals gerade den ersten modernen Hubschrauber für Agusta entworfen und bekam von Enrico Piaggio persönlich den Auftrag, für das Nachkriegsitalien ein robustes und preiswertes Personenbeförderungsmittel zu konzipieren.
Den Erfolg kennt die Welt der Zweiradfreunde als Vespa und das Designkonzept gehört wohl zu den am Häufigsten kopierten der ganzen Welt. Der Erfolg der Vespa setzte erst allmählich ein, aber nach 10 Jahren rollte die erste Million der Vespa Roller über die Straßen der Welt. Eine bewegte Zeit in den 90er Jahren und mehrere Besitzerwechsel, taten Piaggio nicht immer gut. Erst Roberto Colaninno sanierte Piaggio und brachte auch frischen Wind in die Produktpalette. Unter seiner Regie wurden die Erfolgsmodelle Vespa ET2 (50 cm³) & ET4 (125 cm³ und 150 cm³) am Markt eingeführt und später dann durch die Scootertypen: Vespa LX50 (50 cm³) LX125 (125 cm³) und LX150 (150 cm³) ersetzt. An Großrollern gab es noch die Serien Vespa GT125, GT200, GTS250ie und GTS300ie. Im Kleinrollersektor kam Vespa immer wieder mit innovativen Modellen auf den Rollermarkt, Beispiele dafür sind der eingespritzte NRG Power Pure Jet, der wassergekühlte Zip SP und weitere Modelle, die aber nicht immer nach Deutschland exportiert wurden.